Viele denken sich, dass man durch die Installation von einem Antivirenprogramm nicht zum Opfer von Cyber-Kriminellen werden kann, dies ist jedoch nicht ganz richtig. Zusätzlich zu einem aktuellen Antivirenprogramm (wir empfehlen Kaspersky Internet Security 2016) muss man selbst dafür sorgen, dass man alle Anwendungen auf dem neuesten Stand hält. Wieso? Updates sorgen auch immer dafür, dass vorhandene Sicherheitslücken in den älteren Versionen geschlossen werden. Da in den Changelogs der jeweiligen Programme immer auch angeführt wird, welche Lücken geschlossen worden sind, können Angreifer somit leicht Schadsoftware entwickeln, die genau diese geschlossenen Sicherheitslücken ausnützt und somit ältere Versionen mit ihrer Software infizieren.

Google Chrome & Mozilla Firefox

Wenn man sich einmal die Statistik von W3Schools ansieht, erkennt man dass Google Chrome der am Meisten benutzte Browser mit mehr als 70% ist. Firefox aus dem Hause Mozilla liegt mit 15% doch deutlich weiter hinten, hat jedoch vor anderen Browsern immerhin einen deutlichen Vorsprung. In Google Chrome wurden im Jahr 2015 insgesamt 187 Schwachstellen erkannt und bei Firefox 178. Für das, dass „nur“ rund 19% der Bevölkerung Firefox im Dezember 2015 verwendet haben, ist das doch recht viel. Erfreulich ist dabei dass im Jahr 2016 erst eine Schwachstelle gefunden worden ist.

Adobe Acrobat Reader

Der wohl populärste PDF Reader hat 2015 129 Sicherheitslücken gehabt und auch dieses Jahr wurden schon viele Sicherheitslücken für das Programm aus dem Hause Adobe gefunden.

Oracle JRE

Wer im Internet unterwegs ist, der kommt fast garnicht um die Nutzung von Java umhin. Das wiederum hat zu bedeuten, dass man automatisch für Angriffe anfällig ist, denn Java ist grundsätzlich für seine Sicherheitslücken bekannt. Daher ist das Programm sehr oft das Ziel von Cyber-Kriminellen. Da man mit dem Oracle Java Runtime Environment keine automatischen Updates bekommen kann, ist es zusätzlich noch mehr anfällig, da der Benutzer selbst den Update-Vorgang starten muss. Dadurch steigt die Gefahr, dass man ein infiziertes Update von einer nicht offiziellen Webseite herunterlädt und sich somit Maleware installiert. 2015 wurden so 4 kritische Sicherheitsupdates veröffentlicht, die insgesamt mehr als 600 Sicherheitskorrekturen beinhalteten.

Natürlich könnte man hier nun noch viel mehr aufzählen und weiter ins Detail gehen, aber dieser Beitrag soll nur dafür sorgen, dass euch ein Licht aufgeht und ihr neben eurem Antivirenprogramm auch für regelmäßige Updates sorgt. Wer sich weiter mit diesem Thema beschäftigen möchte, der kann sich auf dieser Seite weitere Informationen besorgen.

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