YouTube-Live-Streams leicht gemacht: Das gilt es zu beachten

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Der Live-Stream entwickelt sich rasant zu einem der meistverwendeten Kommunikationsmittel im Netz. Mittlerweile klinken sich sprichwörtlich Hinz und Kunz in diesen Trend ein, um die eigene Meinung kundzutun, von Veranstaltungen zu berichten oder einfach nur das eine oder andere Spiel auf dem heimischen PC zu streamen. Das Ganze wird dann über die sozialen Medien, vor allem in der eigenen Facebook-Timeline promotet. Dort erhalten Freunde und Bekannte das Signal: „XY ist live“. Wer jetzt noch nicht weiß, wie das Streaming auf Youtube funktioniert, erhält hier die Chance, sein Know-how zu erweitern.

Live-Streaming ist keine Privileg für typische Gamer

Das Wort „Live-Stream“ erinnert viele User in erster Linie an die Plattform Twitch, die ambitionierte Gamer dazu nutzen, ihre favorisierten Spiele in Echtzeit ins WWW zu übertragen. Die Streaming-Szene auf der Google-Plattform YouTube ist allerdings deutlich älter und vielseitiger. Wenngleich nicht von Anfang an live übertragen, haben „Let’s Plays“ dort schon seit vielen Jahren ein festes Zuhause. Doch das Angebot reicht weit über Computerspiele hinaus, es betrifft auch zahlreiche andere Themen, angefangen vom Daily-Live-Vlog, über „Room-Touren“ bis hin zu umfangreichen „Q&As“. Im Spielebereich sind auf YouTube häufig auch Live-Streams von spannenden Casinospielen zu finden. User übertragen dabei, wie sie verschiedene beliebte Online Slot Spiele spielen und lassen ihre Zuschauer an den Gewinnen teilhaben – nicht finanziell, sondern an der freudigen Reaktion auf den Sieg. Dieser Trend erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit.

Viele der bekannten und weniger bekannten Streamer betätigen sich sowohl auf Twitch als auch auf YouTube. Livestreams von Twitch landen beispielsweise im Anschluss als On-Demand-Videos bei YouTube, da diese Plattform ein besseres Hosting und das Suchen von Nicht-Live-Aufnahmen ermöglicht. Daraus ergibt sich eine interessante Kombination für den Streamer selbst und für seine Fangemeinde.

Wie starte ich selbst eine Youtube-Stream?

Zum Starten eines Youtube-Streams ist zuerst einmal ein eigener Account auf dieser Plattform nötig. Und nicht nur das, auch ein Minium von 100 Abonnenten gehört zu den festen Voraussetzungen, live gehen zu dürfen. Für das mobile Streaming hat Google sogar 1.000 Abonnenten als unterste Grenze angesetzt. Wer in den letzten 90 Tagen gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat, muss sich noch gedulden, bis sein Penalty abgelaufen ist. Auch ein paar andere Dinge können das Streaming blockieren, doch die meisten Anwender gehören zum Kreis derer, die das Tool problemlos nutzen dürfen.

Die Freischaltung kann bis zu 24 Stunden dauern

Leider braucht es noch etwas Geduld, bis der erste Stream starten kann, denn vor diesem goldenen Moment steht noch die Aktivierung des Live-Streamings. Dafür begibt sich der Youtuber zum Menüpunkt „Funktionen“, wo sämtliche für das jeweilige Konto aktivierten Optionen sichtbar werden. Falls das Streaming noch nicht dabei ist, dann gilt es, dieses zu aktivieren und danach bis zu 24 Stunden auf die Freischaltung zu warten. Dann erst besteht die Möglichkeit, praktisch tätig zu werden, Youtube zu öffnen und das Kamerasymbol in der rechten oberen Ecke anzuklicken. Danach auf „Livestream starten“ klicken und sich zwischen den Optionen „Öffentlich“, „Privat“ und „Nicht gelistet“ entscheiden. Schon kann es losgehen!

Die meisten werden jedoch erst einmal den Gang ins Bad antreten, sich die Haare frisieren und das Gesicht erfrischen. Schließlich gehört zum Gang an die Öffentlichkeit auch ein ansehnliches Outfit. Für solche Fälle lässt sich ein Live-Stream auch vorplanen und terminieren, sodass dem Youtuber genug Zeit bleibt, sich gründlich vorzubereiten. Und natürlich ist es auch möglich, unter „Weitere Optionen“, eine Videobeschreibung zu erstellen und eine Kategorie zu wählen, um bei Bedarf ordentlich gelistet zu sein. Der User kann auch den Chat aktivieren beziehungsweise deaktivieren und eine Altersbeschränkung einfügen. Wer noch tiefer in die Materie eintaucht, der stellt zur technischen Optimierung sein Aufnahmegerät und das zu Streaming verwendete Mikro ein: Ein Muss ist das allerdings nicht, nur eine Option, die der Qualitätsverbesserung dient.

Topic und Equipment: Tipps für ein gelungenes Streaming

Apropos Qualität: Das wichtigste A und O in diesem Sinne ist natürlich das Mikrofon. Audioprobleme sind bei schlecht ausgerüsteten Streamern an der Tagesordnung, ständig tauchen im Chat Bemerkungen auf wie: „Ich höre nichts!“ und „Mach das mal lauter!“. Das liegt normalerweise nicht daran, dass die Stimme des frisch gebackenen Entertainers zu schwach ist, sondern es hapert an der Ausrüstung. Es lohnt sich wirklich, einiges mehr als 10 oder 20 Euro in ein hochwertiges Mikro zu investieren, um diesen typischen Newbie-Fettnäpfen aus dem Weg zu gehen.

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Ähnlich bedeutsam für den Erfolg eines Streamers ist die thematische Vorbereitung. Es gilt, sich schon vor dem ersten Live-Event darüber klar zu werden, wo überhaupt die Ziele dieser Aktion liegen, welche Art von Zuschauern angesprochen werden sollen und wie viel Privates an die Öffentlichkeit gelangen darf. Handelt es sich um ein Streaming-Format, das in regelmäßigen Abständen erscheinen soll? Oder ist das eine Spontan-Aktion, die wahrscheinlich nur einmalig bleibt? Sollte es einen roten Faden geben, der sich konsequent durch das Programm zieht? In diesem Fall hält ein ausgefeilter Plan den Streamer auf Linie, gibt Struktur und bietet Hilfestellung bei späteren organisatorischen Fragen.

Fazit: Live-Streamer zu werden ist heutzutage alles andere als Zauberei. (Fast) jeder kann ohne besondere Vorkenntnisse spätestens morgen „live“ gehen und seine Anliegen publik machen.

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