Sicherheitslücke in Apple Trackingschutz – Google nennt Details

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Sicherheitslücke in Apple Trackingschutz entdeckt - Google nennt erste Details

Im integrierten Apple Trackingschutz gibt es eine schwere Lücke. Angreifer können diese ausnützen und so private Daten absaugen. Forscher von Google haben diese Sicherheitslücke im Safari-Browser entdeckt und geben nun erstmals Details dazu bekannt.

In der aktuellen Version von Safari gibt es das sogenannte „Intelligent Tracking Prevention“ Feature. Mit der ITP sollen Versuche von Werbeanbietern, Nutzer über verschiedene Webseiten zu verfolgen, unterbunden werden. Leider gibt es in dem Feature mehrere Sicherheitslücken, welche eine Nutzerüberwachung sogar vereinfachten. Sicherheitsforscher des Suchriesen Google haben diese entdeckt. Apple hat daraufhin bereits im Dezember ein Sicherheitsupdate veröffentlicht.

Damals gab es von Google keine konkreten Details zu den Problemen für die Öffentlichkeit. Das Unternehmen kommunizierte die Lücke nur gegenüber Apple, damit ein Fix erarbeitet worden konnte. Google hat bei Sicherheitslücken eine eigene Disclosure-Politik und hat deshalb noch kein Paper dazu veröffentlichen können. Aktuell ist das entsprechende Paper bereits fertig und werde „in naher Zukunft“ im Internet veröffentlicht. Einige Sicherheitsforscher haben von Google bereits darauf Zugriff erhalten.

Lukas Olejnik, Datenschutzexperte, meint, dass es insgesamt fünf potentielle Lücken gibt, die sich ausnutzen lassen. Dies hat der Experte der Financial Times gegenüber mitgeteilt.

Apple Trackingschutz speichert Informationen

Laut den Google Forschern speichert ITP selbst Informationen über Webseiten, die von Benutzer besucht werden. Angreifer könnten einen „unauslöschlichen Fingerabdruck“ anlegen, mit welchem Man User durch das ganze Internet verfolgen kann.

Mit der Einführung der Intelligenz Tracking Prevention hat Apple in der Werbebranche für Aufregung gesorgt. Bereits zuvor hat Safari Third-Party-Cookies zum einfachen Tracking standardmäßig unterbunden. Außerdem hat das WebKit-Team von Apple im Sommer 2019 Werbetreibende davor gewarnt, ITP zu umgehen.

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