Internet via Satellit: Was ist das und wie funktioniert es?

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Internet via Satellit, SpaceX schickt Sterling Satelliten ins Weltall

Wer abgeschieden lebt, der kann vom Internet via Satellit profitieren. Doch wie genau wird die Verbindung zum Internet eigentlich hergestellt? Und stellt es eine gute Alternative zur herkömmlichen DSL-Verbindung dar? Welche Pros und Contras ihr kennen solltet, erfahrt ihr hier. 

Wie funktioniert Internet per Satellit?

Das Internet per Satellit kam im Jahr 2018 ins Gespräch, weil so endlich alle Regionen in der Bundesrepublik mit schnellerem Internet versorgt werden sollten. Tatsächlich hat das leider nicht wirklich funktioniert, man arbeitet noch immer an der Umsetzung. In einigen Regionen wäre man sogar froh, wenn es denn überhaupt Internet geben würde. Deutschland ist leider bekannt für seine internetfreien Bereiche, die Anwohnern und Reisenden Kopfschmerzen bereiten. Ein paar blinde Flecken gibt es aber immerhin schon, die dank des Satelliten-Internets überhaupt eine Möglichkeit haben, eine Verbindung herzustellen. Entsprechend profitieren gerade Ortschaften, die nicht per DSL erreichbar sind, von dieser Art des Internets. Auch auf Reisen kann dieser Zugang nützlich sein.

Das Prinzip des Internets per Satellit kennt ihr bereits vom Fernseher: Es wird ein Satellitenschlüssel zur Hilfe genommen, welcher ein Signal empfängt und dieses dann weitergeben kann. Im Falle des Internets ist der Empfänger ein Modem. Das Modem wiederum kann Daten umwandeln und so einen Zugang zum Internet ermöglichen. Jedes Mal, wenn ihr eine Anfrage stellt (also etwa eine neue Seite laden möchtet oder versucht, eine Mail zu senden), geht diese in den Weltraum und dann zurück zum Computer. 

Wieso Satelliten-Internet nutzen?

Der einzige Grund, warum ihr möglicherweise auf Satelliten-Internet zurückgreifen müsst, ist, dass ihr in einem abgelegenen Gebiet lebt oder dort zumindest zeitweise unterwegs seid. Stehen keine anderen Internetoptionen wie Kabel oder DSL zur Verfügung, dann habt ihr mit dem Internet via Satellit eine gute Alternative. Noch dazu ist das Internet ziemlich schnell. Egal, ob ihr Nachrichten lesen, Mails beantworten oder Spiele zocken möchtet, mit diesem Internetzugang seid ihr schnell im World Wide Web. Auch Videochats und ähnliche Kommunikationsmöglichkeiten stehen ganz normal zur Verfügung. Und wenn ihr zum Beispiel gerade Lust auf eine aufregende Runde im Online Casino habt und mit Book of Dead Gratis Guthaben am Spielautomaten zocken möchtet, bleibt euch dieser Wunsch mit Satelliten-Internet nicht verwehrt. 

Sofern aber die Möglichkeit besteht, Kabel oder DSL zu verwenden, spielt das Internet via Satellit für euch sicher keine Rolle. Wir fassen im Folgenden dennoch einmal zusammen, welche Vor- und Nachteile dieser Internetzugang hat.

Internet per Satellit: Die Vorteile

  • Das Internet ist schneller. Grundsätzlich entscheidet das Paket, das ihr kauft, über die Schnelligkeit. Das Internet ist in der Theorie aber 10- bis 35-mal schneller als ein herkömmlicher Zugang. In der Realität sieht es etwas anders aus, dazu weiter unten mehr.
  • Es ist keine Telefonleitung erforderlich, um Internet via Satellit zu nutzen.
  • Eine Verbindung per Satellit macht keine Probleme bei hoher Bandbreitennutzung. Auch, wenn viele Leute gleichzeitig surfen oder etwa zu den üblichen Zeiten am Abend oder Wochenende Filme und Serien streamen, läuft das Internet via Satellit zuverlässig.

Ein paar Vorteile gibt es also durchaus. Sehen wir uns als nächstes aber die Liste an Nachteilen an, denn diese ist leider ein wenig länger als die der Vorteile.

Internet über Satellit: Die Nachteile

  • Das Wetter hat einen Einfluss auf den Signalweg. Bei starkem Wind oder Regen ist leider immer eine schlechtere Verbindung zu erwarten. Es kann auch sein, dass ihr gar kein Internet habt.
  • Es gibt eine hohe Ping-Rate, was bedeutet, dass die Kommunikation zwischen Geräten lange dauert. Wer etwa komplexe Spiele spielen möchte, hat es mit dem Internet schwer. Kleine Spielereien und einfache Kommandos funktionieren natürlich dennoch.
  • Bereits kleine Störungen können das Signal ziemlich beeinträchtigen. Wer etwa in einem hohen Gebäudekomplex lebt und viele Wohneinheiten um sich hat, hat mitunter ein schwächeres Signal und damit auch schlechteres Internet.
  • Der Internetzugang per Satellit ist recht teuer. Kabel-Internet ist da die deutlich günstigere Alternative, wenn diese denn verfügbar ist.
  • Wie viel Leistung pro Monat zur Verfügung steht, hängt vom Vertrag ab. Sobald das Datenvolumen aufgebraucht ist, verlangsamt sich das Internet. 
  • VPNs lassen sich leider nicht mit Satelliten-Internet vereinen. Erforderlich sind dafür eine niedrige Latenz und eine hohe Bandbreite. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ihr beim Internet via Satellit bekommt.

Wie ihr seht, gibt es also deutlich mehr Nachteile als Vorteile. Ganz sicher handelt es sich nicht um die beste Option, um ins Internet zu kommen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Satelliten-Internet sehr teuer ist. Ein Teil der Kosten entsteht zwar aufgrund der verwendeten Technologien, doch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage spielt sicher ebenfalls eine Rolle. Wer wirklich im „Nirgendwo“ lebt, hat keine Alternative, wenn denn auf anderen Wegen keine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann. Möchte man trotzdem Internet haben, bleibt nur dieser Weg. 

Alles in allem wird man sich also wohl kaum für Satelliten-Internet entscheiden, wenn auch andere Optionen da sind. Ist das Satelliten-Internet aber das einzig verfügbare Mittel der Wahl, um online zu gehen, ist es immer noch besser, als gar kein Internet zu haben.

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