Der GlüStV und seine Auswirkungen auf mobile Spiele

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Viel ist in den vergangenen Wochen und Monaten über den neuen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) geschrieben worden. Die erstmalige gesetzliche Regelung von Glücksspielen online in ganz Deutschland hat einige Wellen geworfen. Doch längst ist nicht alles ganz klar, was den GlüStV angeht. Inwiefern die Länder nun in der Lage sind, die Vorgaben des Bundes umzusetzen, ist nach wie vor offen. Dabei ist der Vertrag eigentlich seit Anfang Juli 2021 in Kraft.

Die Schaffung geeigneter Institutionen, um beispielsweise die zentrale Sperrdatei zu betreiben, hat sich allerdings, wie hier zu lesen, ein wenig in die Länge gezogen. Bis alles so funktioniert, wie der Gesetzgeber es gerne hätte, dürfte wohl das Jahr 2022 längst begonnen haben. Bislang gab es eine konkrete gesetzliche Regelung für Glücksspiele im Internet lediglich in Schleswig-Holstein. In allen anderen fünfzehn Ländern bewegte man sich mit Glücksspielen online aus rechtlicher Sicht in einer Art Grauzone.

Der Schutz der Spieler als Ziel

Allgemein steht der neue GlüStV im Zeichen des Schutzes der Spieler. Sie dürfen nur noch maximal 1.000 Euro pro Monat auf ihr Kundenkonto einzahlen. Diese Summe gilt über alle entsprechenden Plattformen hinweg. Wer also bei einem Anbieter 1.000 Euro eingezahlt hat, kann dies innerhalb des Zeitraums nicht bei einem anderen Anbieter ebenso tun. Natürlich lassen sich diese Vorgaben auch nicht umgehen, indem man auf verschiedenen Geräten, über verschiedene Netzwerke oder Konten spielt – dies führt bei den lizenzierten Anbietern ohnehin zum sofortigen Ausschluss.

Eine spürbare Auswirkung wird sein, dass die Spielrunden mindestens fünf Sekunden lang dauern müssen. Auf dem Smartphone quasi im Sekundentakt neue Runden auszulösen, wird also fortan nicht mehr möglich sein. Das lässt sich hingegen umgehen, indem man auf einer Seite spielt, die nicht in Deutschland lizenziert ist. Dies lässt sich auf dieser Webseite, die die entsprechenden Informationen enthält, im Detail nachlesen. Spielseiten, die anderswo in der Europäischen Union lizenziert sind, beispielsweise in Malta, sollten für deutsche Spieler nämlich nach wie vor zugänglich sein. Sie unterliegen schließlich auch dem EU-Recht, genauso wie die deutschen Glücksspielseiten.

Nur noch Slots im Angebot

Man kann es als Fokus auf die Spielautomaten bezeichnen – oder als eine Reduktion des Angebotes in deutschen Online-Spielhallen. Auf alle Fälle wird es auf solchen Seiten nur noch Spielautomaten zu spielen geben. Andere typische Spiele, allen voran die traditionellen Tischspiele wie Roulette oder Blackjack, wird man auf deutschen Glücksspielseiten nicht mehr antreffen. Glücklicherweise ist das Angebot bei den Slots in den meisten Casinos riesig. Abwechslung finden Spieler dann nur noch in Form von Sportwetten.

Da sich die Umsetzung des neuen Vertrags noch in die Länge zieht, ist noch nicht klar, wie die wirtschaftlichen Folgen aussehen werden. Wer auf seinem Smartphone etwas mehr Abwechslung und schnellere Spiele bevorzugt, dürfte wohl zu Adressen abwandern, die nicht in Deutschland lizenziert sind. Spieler, die mit den neuen Vorgaben gut leben können, werden aber auch weiterhin in Deutschland eine tolle Auswahl an Spielen genießen können. Bei oftmals mehreren hundert, wenn nicht gar mehreren tausend Slots im Angebot dauert es schließlich auch eine Weile, bis man alle einmal ausprobiert hat. Spannung und Spaß bleibt demnach weiterhin erhalten.

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